TRANSPARENZ – gooden.official

TRANSPARENZ

Transparenz ist für GOODEN ein essenzielles und zentrales Thema, an dem ich kontinuierlich arbeiten möchte. GOODEN ist kein international tätiger Sportkonzern und soll auch auf keinen Fall so wirken. Gerade in dem Bereich der plastikfreien Sportbekleidung, gibt es viele Stolpersteine und Fallstricke, die ich aufgrund der zahlreichen Aufgaben und Themen rund um Gründung, Produktion und Kommunikation nicht immer sofort sehe. Falls also dir, liebe:r Goodie, etwas am Produkt, dem Auftritt oder an Partnern von GOODEN auffällt, das nicht den Grundwerten von Nachhaltigkeit, Fairness und Plastikfreiheit entspricht, melde das gern! Ich bin froh und auch dankbar über den Austausch und finde selber regelmäßig Bereiche, in denen ich GOODEN verbessern kann.
 

MATERIALIEN

SeaCell™
SeaCell™ wird in den modernen Produktionsstätten der Lenzing AG in Österreich hergestellt. Die in SeaCell™ verwendeten Algen stammen ausschließlich aus isländischen Fjorden. Die Faser wird mithilfe des innovativen und umweltfreundlichen Lyocell-Verfahrens nur aus Cellulose und Algen hergestellt und ist vollständig biologisch abbaubar. Die Ernte der Algen, genauer Braunalgen, erfolgt anhand eines schonenden und nachhaltigen Selektionsvorgangs. Dabei wird nur der Teil über der regenerativen Region der Alge entfernt, was ein erneutes Austreiben ermöglicht und Bestände bleiben erhalten. Die getrockneten Algen werden nun grob zerkleinert und gemahlen. Durch ein patentiertes Verfahren wird die Alge direkt in die Cellulosefaser integriert, sodass ihre Wirkung auch nach zahlreichen Waschvorgängen erhalten bleibt. Eine Produktionsmethode mit nahezu geschlossenem, in die Natur eingebundenem Kreislaufprozess. Durch die natürliche Hautfeuchtigkeit werden die Vitalstoffe wie Mineralien, Vitamine und Spurenelemente der Alge freigesetzt und an die Haut abgegeben. Dank seiner Nachhaltigkeit wurde das Verfahren von der Europäischen Union mit dem europäischen Umweltpreis 2000 in der Kategorie «Nachhaltige Technologien» ausgezeichnet. Auch wurde die SeaCell™-Faser von mehreren unabhängigen Instituten auf ihre Qualität und Wirksamkeit positiv getestet und geprüft, was auf der Seite von www.smartfiber.de zu entnehmen ist.

  • 100% biologisch und biologisch abbaubar
  • Keine allergische und irritative Reaktionen bei empfindlicher Haut
  • Waschtest mit 50 Zyklen: Abnahme Wirksamkeit = 12% bis 22%
  • Antioxidative Wirkung (Dermatologie) 
  • Umweltfreundlich
  • Vielversprechende Innovation (ISPO TEXTRENDS 2019)

      Wenn das nicht GOODen ist, dann weiß ich auch nicht.

       

      Organische Baumwolle 
      Für einen Anteil der Shirts wird Bio-Baumwolle verwendet. Dies wird aus Saatgut gezogen, welches nicht genmanipuliertes ist und kontrolliert biologisch angebaut. Das heißt, neben den regelmäßigen Kontrollen, dass in kleinflächigem Anbau in Wechselwirtschaft oder Mischkultur angebaut wird. Der Effekt: ein gesunder Boden mit einer dickeren Humusschicht, die mehr Wasser speichert. Es wird hauptsächlich auf natürliche Bewässerung (Regen und Bodenfeuchtigkeit) gesetzt und in seltenen Fällen auf verbrauchsarme Bewässerungsmethoden zurückgegriffen, wie die Tröpfchenbewässerung, die 91 % Wasser einspart. Es dürfen nur natürliche Düngemittel verwendet werden, nicht nur um die Umwelt zu schützen, sondern auch die Gesundheit der Bauern/Bäuerinnen. Pestizide sind verboten, statt dessen kommen natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel wie z.B. Pheromonfallen, Fangpflanzen, Nützlinge und andere biologische Mittel zum Einsatz. Die Ernte erfolgt manuell, Entlaubungsmittel sind verboten, was eine hohe Qualität garantiert. Bis zu diesem Punkt ist die Baumwolle frei von Rückständen. Ein weiterer positiver Punkt ist, dass die Bauern/Bäuerinnen im Anbau von Bio-Baumwolle nicht von großen Saatgutkonzernen abhängig sind. Um aber hier ganz transparent zu bleiben: auch Bio-Baumwolle wird überwiegend in den gleichen weit entfernten Regionen angebaut, wie konventionelle Baumwolle. Jedoch wird bei Kleidung aus Bio-Baumwolle immer mehr darauf geachtet, dass der Rohstoff aus Europa stammt und somit auch Transportwege kurz gehalten werden. Beliebt sind die Türkei, Griechenland oder Spanien. Die Studie der Soil Association fand heraus, dass bei Bio-Baumwolle so ein um 62 % geringerer Energieverbrauch anfällt. Leider ist aber in der Textil-Industrie nur 1 % nachprüfbar Bio-Baumwolle. Da ist noch viel Luft nach oben! Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass selbst Bio-Baumwolle mit giftigem Bleichmitteln oder Färbemitteln weiter behandelt wird. Diese können sogar erbgutverändernd sein. Daher bin ich froh, ein natürliches, nicht schädliches Färbeverfahren gefunden zu haben. 

      Farbmittel
      Ich versuche, Umweltbelastungen und Schadstoffe so weit wie nur möglich zu reduzieren. Bei der Färbung der Shirts wird darum auf konventionelle, chemische Färbemittel verzichtet. Eine natürliche Färbung ist durch die Verwendung von Steinen möglich. Der Stein Magnetit (veraltet auch als Magneteisen, Magneteisenstein oder Eisenoxiduloxid genannt) enthält ein Magnesium-Mineral, das gut zum Einfärben von Stoffen genutzt werden kann, ohne beim Waschen die Farbe zu verlieren. Um das ganze möglich zu machen, wird Aloe Vera als natürlicher Weichmacher verwendet. Durch die Zugabe verschiedenster Intensitäten dieses Minerals entstehen so das GOODEN - Anthrazit. In Zukunft kommen bald noch weitere Farben dazu, z.B. Eisblau. Hier werden die Farbstoffe aus den Steinen Magnetit und dem grün/blauen Spinel verbunden.


      Auch bei der Druckfarbe wurde nach der umweltfreundlichsten Lösung gesucht. Die Druckfarbe für die Logos und den Pflegehinweis besteht auf wasserbasierter und lösungsmittelfreier Farbe. Trotzdem hält sie ganz, ganz viele Wäschen aus. Nach Waschgang 50 habe ich aufgehört zu zählen. Ich bin immer noch begeistert, wie klar der Druck ist. Yeah!

      Garn
      Das Garn in der Sportswear-Industrie besteht meistens aus Kunststoffen, das sogenannte Bauschgarn. Aber auch hier möchte ich keinen faden Kompromiss eingehen und es wird Garn aus Bio-Baumwolle verwendet. Sicherlich ist es nicht ganz so reißfest wie Garn aus Plastik. Aber hier habe ich mich zugunsten der Umwelt und Gesundheit entschieden. Ich bin nämlich der Meinung, dass im schlimmsten Fall eine gerissene Naht auch wieder zusammen genäht werden kann. Dazu habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht und biete nach Launch zeitnah einen Reparaturservice an.

      Produktion
      Mit Source Textile in Braga, Portugal hat GOODEN einen Partner gefunden, der die Stoffe und die Werte bereithält, die auch GOODEN wichtig sind. Neben ressourcenschonenden Materialien und Produktionsweisen bedeutet der Standort, dass die emissionsreichen Transportwege vergleichsweise kurz sind. Auch konnte ich mich durch einen Besuch vor Ort von den Arbeitsbedingungen überzeugen, die u. a. mit Arbeitszeiten, Pausen und Arbeitsplatzgestaltung den Vorgaben der EU entsprechen.

       

      PREISGESTALTUNG

      Ich bin ganz offen mit euch – GOODEN verkauft nicht die günstigsten Shirts aller Zeiten. Das war aber auch nie das Ziel, das wäre auch mit den GOODEN Werten nicht vereinbar. Diesen Preis will ich offen mit euch teilen und euch auch zeigen, wie er zustande kommt. Allerdings würde ich gerne den Start der Produktion und das laufende Geschäftsjahr abwarten – denn mir ist bekannt, dass viele der Planungen und Berechnungen, die im Vorfeld angestellt wurden, sich mit dem Start der Geschäftstätigkeit deutlich verändern. 
       
       
      Cost Per Wear 
      Die Shirts wirken erstmal teuer. Auf lange Sicht betrachtet sieht das anders aus! Wieso?

      Hast du schon mal was vom Cost per Wear (CPW) gehört? CPW bedeutet „Kosten pro Tragen“. Heißt je öfter ein Kleidungsstück getragen wird, desto günstiger wird es. Kostet ein Shirt beispielsweise 80€ und wird 80x getragen, beträgt der CPW 1€. Also kann ein vermeindlich ‚teurerer' Artikel günstiger sein, wenn er oft genug genutzt wird. Ein teureres (aber nachhaltigeres und ethischeres) Shirt von GOODEN hält länger und stinkt nach kurzer Zeit nicht, im Gegensatz zu einem Fast-Fashion-Shirt mit Mikroplastikanteil. Bei GOODEN können wir noch einen Schritt weiter gehen und aus Wear = Wash machen. Dank der Lyocell-Basis wirkt das Shirt bakterienhemmend, was bedeutet, dass sich weniger schnell Geruch bildet und du nach einer Sporteinheit und Trocknungsphase das Shirt abermals anziehen kannst. Das Shirt kann durchschnittlich 3x zum Sport getragen werden, ohne Geruchsbildung.
      Wow.